Wie bekomme ich Reifen- und Kunststoffpyrolyseöl?

Altreifen-/Kunststoffpyrolyseanlage / Datum: 25. April 2018

Reifenpyrolyseöl
Die Reifen-/Kunststoffpyrolyseanlage produzierte Reifenpyrolyseöl und Kunststofföl
Der im Pyrolyseprozess verwendete Kunststoffabfall muss sortiert und gereinigt werden. Dabei werden Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP), die Hauptbestandteile des Kunststoffs im Siedlungsabfall, verwendet, um eine Verunreinigung des Öls mit Chlor zu verhindern.
Pyrolyseöl aus Kunststoff
Reifenpyrolyseöl
Das in dieser Forschung verwendete Kunststoff-Pyrolyseöl wird 3 Stunden lang bei 300–500 °C und atmosphärischem Druck verarbeitet. Der Produktausstoß besteht zu 60–80 % aus Pyrolyseöl, zu 5–10 % aus Rückständen und der Rest ist Pyrolysegas, bezogen auf das Gewicht. Pyrolyse ist eine komplexe Reihe chemischer und thermischer Reaktionen zur Zersetzung oder Depolymerisierung organischer Materialien unter sauerstofffreien Bedingungen. Zu den Produkten der Pyrolyse gehören Öle, Gase und Kohle.
Reifenpyrolyseöl
Auftragen von Reifen-/Kunststofföl
Die Pyrolyseölprodukte in dieser Forschung stammen aus Reifen und Kunststoff, die sich in ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften unterscheiden. Das Aussehen des Reifenpyrolyseöls ist ein dickflüssiges und dunkel gefärbtes Öl, wohingegen das Kunststoffpyrolyseöl bei 30 °C (Raumtemperatur) wie Fettöl und ein dunkel gefärbtes Öl aussieht. Aufgrund des hohen Aromagehalts riechen sie alle stark. Da die Vergleichsanwendung dieser Forschung auf Dieselmotoren gerichtet ist, ist das Pyrolyseöl aus dem Prozess eine Mischung aus Kohlenstoffzusammensetzungen, die C5-C20 in Reifenpyrolyseöl und C10-C30 in Kunststoffpyrolyseöl sind.

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