Was ist Pyrolyse von Reifen?
Altreifen-/Kunststoffpyrolyseanlage / Datum: 27. April 2017

Pyrolyse

Pyrolyse von Altreifen
Pyrolyse ist die am meisten empfohlene Alternative zur thermochemischen Behandlung von Altreifen und wird in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum häufig zur Umwandlung kohlenstoffhaltiger Materialien eingesetzt. Bei der Pyrolyse handelt es sich um eine zweiphasige Behandlung, bei der der Gummi durch thermische Zersetzung in Abwesenheit von Sauerstoff erhitzt und in seine Bestandteile, z. B. Pyrolyseöl (oder Bioöl), synthetisches Gas und Kohle, zerlegt wird. Rissbildung und Nachrissbildung erfolgen schrittweise, wenn das Material auf 450–500 °C und mehr erhitzt wird.
Bei der Pyrolysemethode für das Recycling von Altreifen werden ganze, halbierte oder zerkleinerte Reifen in einem Reaktor mit sauerstofffreier Atmosphäre und einer Wärmequelle erhitzt. Im Reaktor wird der Gummi erweicht, woraufhin die Gummipolymere in kleinere Moleküle zerfallen, die schließlich verdampfen und aus dem Reaktor austreten. Diese Dämpfe können direkt verbrannt werden, um Strom zu erzeugen, oder zu einer öligen Flüssigkeit kondensiert werden, die als Pyrolyseöl oder Bioöl bezeichnet wird. Einige Moleküle sind zu klein, um zu kondensieren, und verbleiben als Gas, das als Brennstoff verbrannt werden kann. Die im Reifen enthaltenen Mineralien (etwa 40 Gewichtsprozent) werden als Feststoff entfernt. Bei ordnungsgemäßer Durchführung ist ein Reifenpyrolyseprozess ein sehr sauberer Vorgang und verursacht nahezu keine Emissionen oder Abfälle.
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